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<title>thats life of rainergras</title>
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<description>nach dem vorbild von \'being john malcowitch\' wird der autor hier autobiografisch versuchen, jeden leser in die lage zu versetzen, ein rainergras zu sein. ob das erstrebenswert ist, muss der lesende rainergras dann allerdings noch selbst entscheiden</description>
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<lastBuildDate>Thu, 02 Nov 2006 15:20:38 +0100</lastBuildDate>
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<title>nett ist...</title>
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<description><![CDATA[<p>wenn du jemanden fragst, wie er etwas findet, dann ist</p><p><em>&quot;nett&quot;</em> die lächelnde schwester von <em>&quot;scheisse!&quot;</em></p> <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Thu, 02 Nov 2006 15:20:38 +0100</pubDate>
<dc:creator>rainergras</dc:creator>
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<title>wir lernen Neues</title>
<link>http://thatsrainergras.blogg.de/eintrag.php?id=245</link>
<description><![CDATA[<br />
<div style="text-align: justify;">nachdem unsere neue reihe mit dem gestrigen beitrag: &quot;wie drucke ich EUROs mit hausmitteln nach?&quot; einen guten auftrag und viel anklang gefunden hat, kommt heute was neues neues..<br /><br />aus der reihe _wir lernen Neues_ heute:<br /><br /><span style="font-weight: bold;">&quot;was wir über finnland lernen können wenn wir 4 monate da waren&quot;</span><br /><span style="font-weight: bold;"></span><br /><span style="font-weight: bold;"></span><br /><span style="font-weight: bold;"></span>- es gibt eine wunderschoene natur, die immer wieder zwischen wald, wiese und kleinen holzhuetten wechselt (das ganze ist dem allgäu sehr aehnlich!)<br />
<br /><br />- helsinki selber ist eine stadt, die sehr gruen ist und den charme einer ausgedehnten mittleren stadt (und nicht einer skandinavischen metropole) versprueht. es gibt hier an jeder ecke parks und waelder mit hasen und allem moegliche getiers. mitten in der stadt.<br /><br /></div>  <br /><br /> <div style="text-align: justify;"><br />
- alles hier in finnland ist ziemlich weitlaeufig. man kann sehr weit ins landesinnere fahren ohne irgendwas tolles zu sehen ausser feld, wald und wiese. die meisten finnischen seen sind von privatgrundstuecken umsaeumt, so dass man kaum rankommt ohne eine privatsauna zu kreuzen. dadurch, dass man hier nur langsam (120) fahren darf auf den autobahnen, dauern alle autofahrten vergleichsweise lang.<br /><br />- im gegensatz zum weitlaeufigen finnland ist helsinki selber ziemlich gut erlaufbar. man kann downtown innerhalb von 2 bis 3 stunden komplett nur zu fuss umrunden (wie ich es gestern wieder mal gemacht habe) und danach ist man damit durch. die stadt selber ist empfehlenswert fuer einen 3tage bis 5tage-aufenthalt. danach hat man (ungelogen) alles touristisch sehenswerte gesehen und wuerde enttaeuscht, dass sich hier nicht mehr bietet. <br /><br />- finnische tourismusbeschreibungen stilisieren wirklich alles hoch, was irgendwie ansatzweise nett ist. bspw hat der reisefuehrer in porvoo (einer kleinen 'mittelalterstadt' 60km nordöstlich von helsinki) die seehaeuser so toll beschrieben, dass man dachte, das muss man sehen. hab ich dann auch gesehen und war ganz nett. aber mehr hat diese stadt nicht, denn die einzige noch sehenswerte kirche ist dachstuhlseite (holz) ende mai abgebrannt (brandstiftung). fuer 3 haeuschen, die man nur von aussen sehen kann und das innerhalb von 10minuten am fluss, also 120km fahrtstrecke und 1,5 stunden fahrt. so ist das hier in finnland aber oft. habe das auch von anderen gehoert und genauso in turku (140km westlich von helsinki erlebt nur eben da mit 4 stunden fahrtzeit und 5 minuten besichtigung) <br /><br />- die cafékultur ist ziemlich ausgepraegt in den finnischen touristenorten. was will man auch anderes machen, wenn man noch fahren muss und es nichts gross zu sehen gibt :) <br /><br />- die trinkkultur ist sehr (!) ausgepraegt in finnland. weil die leute 1. nichts wirklich anderes tun koennen (jugendliche kommen fruehestens ab 20jahre in diskos, alterslimit geht teilweise hoch bis 26jahre. wenn man juenger ist kommt man nicht rein, regelfall ist 22 jahre). es gibt nicht viel zu sehen und zu machen hier. 2. trinken die leute soviel, weil sie deprimiert sind wegen der wetterlagen und 3. sind sie daran gewoehnt schon von klein auf so zu verfahren (die eltern machen es so, die kinder machen es dann spaeter auch so.) <br /><br />- am freitag und samstag sind die ultimativen trinkertage. freitag abend gg 9 kannst du in helsinki im sommer alles gesellschaftsschichten (auch banker) sturzbetrunken durch die strassen kriechen (!) sehen. im suedhelsinki park downtown trinken die kids, weil die ja nirgendwo reinkommen. hab dort schon 12 und 13jaehrige gesehen, die betrunken mit dem gesicht in den dreck gefallen sind. dann haben sie kurz geschlafen und beim aufwachen nach dem naechsten bier ausschau gehalten. samstag trinken die leute, die freitag ueberlebt haben. sonntag ist auf den strassen gar nichts los, weil ein volk dann fuer die kommende arbeitswoche ausnuechtern muss.<br /><br />- ansonsten sind die finnen ein stilles voelkchen. redet man nicht mit ihnen, reden sie nicht mit einem. das ist halt so hier. da gewoehnt man sich dran. gerade wenn sie betrunken sind reden sie aber gerne finnisch, das kann dann manchmal unangenehm werden, weil man nicht weiss, was sie sagen. (finnisch ist nicht mit unserem sprachkreis sondern eher mit dem ungarischen verwandt) <br /><br />- wenn du in finnland urlaub machen willst, dann such dir vorher gut die plaetze aus und versicher dich, dass du mit einem ruhigen land leben kannst, wo es nicht soviel gibt :) ausserdem empfehle ich den sommer als urlaubszeit!</div>]]></description>
<pubDate>Thu, 28 Sep 2006 10:26:49 +0200</pubDate>
<dc:creator>rainergras</dc:creator>
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<title>insiderinformationen</title>
<link>http://thatsrainergras.blogg.de/eintrag.php?id=244</link>
<description><![CDATA[eben habe ich von einem geheimen informanden folgende insider informationen zu einem aktiengeschäft (für morgen) erhalten:<br />[ausser dass ich nicht fabian heisse, halte ich das für glaubwürdig, also &quot;KAUFEN, KAUFEN!&quot; siehe recommandation..]<br /><br /><br style="font-style: italic;" /><span style="font-style: italic;">&gt;&gt;Hi Fabian,<br />
<br />
I hope this is your email. I received some inside information from Terence Myles<br />
(General Instruments INC). Call me when you get that message. I pasted the details below:<br />
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To all our valued members, here`s a pick that is going through the roof next week:<br />
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WATCH OUT!<br />
MONDAY SEPTEMBER 25 IS SURE TO BE A BIG DAY!<br />
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Company Name:  WILD BRUSH ENERGY (Other OTC:WBRS.PK)<br />
Symbol:        WBRS<br />
Price: 0.05<br />
3-day Target:  0.25<br />
Recommendation: STRONG BUY<br />
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Wild Brush Acquires Additional Powder River Oil &amp; Gas Lease. Read More<br />
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Who is Wild Brush?<br />
Wild Brush Energy is a diversified energy company whose primary goal is<br />
to identify and develop Oil &amp; Coalbed Methane sites within the State of<br />
Wyoming. In addition, Wild Brush Energy continues to evaluate clean air<br />
alternative energy producing technologies such as Wind Power. Wild<br />
Brush trades in the U.S. under the symbol &quot;WBRS.&quot;<br />
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SEPTEMBER 25!<br />
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</span><br style="font-style: italic;" /><span style="font-style: italic;">normal pain kind bottle. &lt;&lt;</span><br /><br />der letzte satz &quot;normal pain kind bottle&quot; erschliesst sich einem natürlich erst nach dem aktienkauf oder nach dem genuss mehrerer joints. danke lieber sonntag abend informand..<br /> <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Sun, 24 Sep 2006 20:43:40 +0200</pubDate>
<dc:creator>rainergras</dc:creator>
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<title>aus dem leben eines boxers</title>
<link>http://thatsrainergras.blogg.de/eintrag.php?id=243</link>
<description><![CDATA[<p align="justify">so fühlt sich das ganze also an. man sieht eine faust fast wie in slow motion auf sich zu rasen. man weiss schon, dass sie sich mit normaler geschwindigkeit bewegt. aber irgendwie läuft alles vieeeel langsamer ab... man erwartet den aufprall. und was kommt: dann doch unerwartet?! auf die nase. es schmerzt, man möchte schreien. im ersten moment das dumpfe gefühl, der schock betäubt alles. im nächsten moment der schmerz und die dämpfung der nase. die faust quillt wieder heraus und verschwindet. was bleibt ist nur ein schwarz vor den augen. panik. - schmerz setzt ein. </p> <br /><br /> <p align="justify">brachial, was dann passiert. </p><p align="justify">in einem selber steigt die panik hoch: ertasten, wo der schmerz herkommt. dann schauen - sind die zähne noch fest? ist die lippe aufgeplatzt? gott sei dank - noch alles dran und am richtigen ort. nun, in die erleichterung, schiesst das blut, das die nase freigibt. wunderbar rot und dick. es ist wie ein nicht zu stoppender wasserfall und es tropft überall hin. rundherum dann wieder ohnmacht.</p><p align="justify">nächster gedanke: der dumpfe schlag, der im schmerzgedächtnis bleibt, könnte heissen, dass die nase gebrochen ist. </p><p align="justify">scheisse - so fühlt sich also ein boxer.</p><p align="justify">und wie kommt man zu solchen erfahren? kräftemessen mit dem hund. schäferhund. pubertierend und kraftvoll ist er. er will grenzen ausloten. also tauziehen veranstalten wir. ich gewinne natürlich immer. ich spanne alle muskeln an, die ich habe. irgendwann wird es ihm zu bunt und er lässt das tau gehen, dreht sich um und geht. in diesem moment schnellt also meine eigene faust auf meine ureigene nase. das ist einem boxer bestimmt noch nicht passiert. aber die erfahrung bleibt trotzdem.</p><p align="justify" /><p align="justify">also vorm spiegel prüfen, ob ein bruch vorliegt... <strong>OH MEIN GOTT: ich habe eine HAKENNASE!</strong></p><p align="justify">gebrochen ist nichts. die schmerzende erinnerung bleibt noch ein paar tage. and the winner is: blöder schäferhund, der sich ins fäustchen lacht...</p>]]></description>
<pubDate>Wed, 13 Sep 2006 10:14:22 +0200</pubDate>
<dc:creator>rainergras</dc:creator>
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<title>Abschleppen in Finnland ? 20. August 2006 </title>
<link>http://thatsrainergras.blogg.de/eintrag.php?id=242</link>
<description><![CDATA[<span style="font-style: italic;">Eine lebendige und vor allem <span style="font-weight: bold;">wahre</span> Geschichte!<br /><br /></span>Eigentlich war ja klar, dass sich ein Scheisswochenende ankündigte. Alle Leute waren ausgeflogen, ich war ?wholly alone? in Helsinki. Mein Schweizer Mitbewohner Michael, war an Freitag ausgezogen zurück in die Eidgenossenschaft. Mein slowakischer Mitbewohner war nach Äland gefahren übers Wochenende, um die finnisch-schwedische Insel exzessiv zu besichtigen. Martin ging die letzten Tage hier ganz schön aus sich heraus, konnte man meinen. Der einzige Trost war, <br /><br /> <div style="text-align: left;"> dass endlich meine Freundin aus Spanien wieder gekommen war. Damit hatte sie Zeit, mir das Wochenende von München aus mit Telefongesprächen und anderen Dingen zu versüssen. Allein war ich trotzdem in Helsinki.<br />
Als mir am Sonntag Morgen die Decke drohte auf den Kopf zu fallen, beschloß ich, einen Ausflug durch das schöne Finnland zu machen. Doch wohin nur? Zum letzten Tag der Rallyesaison durch Suomi, 3 alleinige Autostunden entfernt? Naja, soweit ging die Liebe dann nicht... Die Entscheidung fiel auf Tampere. Eine Arbeiterstadt 160km nord-nordwestlich von Helsinki. Wirkungsstätte Lenins. Revolution weichgekocht schien genau das Richtige an diesem Tag zu sein. Also auf dahin. Innerhalb 2,5 Stunden ist man da. (Am Ende dann doch nicht viel weniger als bis zur Rallye im Wald.) <br />
Tampere stellte sich als charmelos verschornsteinte Stadt dar, die nach Vladimir Iljitsch wahrscheinlich nichts Aufregendes mehr gesehen hatt. Hätte ich dort nach 1,5 Stunden Aufenthalt ein T-Shirt gekauft, es hätte drauf stehen können: ?Mein Träger war in Tampere &amp; das Einzige, was er mitgebracht hat, sind ein paar Boxershorts und 3 Paar Socken.? In der Tat, so war es. Gut und günstig, wahrscheinlich sind Tampere-Socken in der Welt bekannter als Tamperes Innenstadt. Wie bei vielen anderen finnischen Metropolen nicht anders ? aber das ist ein anderes buchfüllendes Thema. Also nach 90 spannenden Minuten in Tampere, auf zu 150 noch spannenderen Rückfahrminuten auf Autobahn 9 und 3 nach Helsinki. Dass aus 150 geplanten Minuten nun mittlerweile 350 geworden sind und ich noch 90km entfernt von Helsinki sitze und das hier schreibe, soll nicht unerwähnt bleiben. Irgendwie haben Strassengräben und die finnischen Autobahnstandstreifen etwas Magisches oder auch Anziehendes an sich. Zumindest glaubt man das, wenn man die Vielzahl der Bruchkisten, Wracks, Autourinen und Unfallkarren hier sieht. Man muss doch erstaunt mit dem Kopf schütteln, dann beunruhigt schauen und danach das eigene Auto verliebt an den Armaturen streicheln und sich denken: ?uns wir das nicht passieren, was?? Soweit, so gut.<br />
Diesem Wunschdenken hat der findige Automobilbauer allerdings ein paar beunruhigende Warnzeichen entgegen gesetzt. Irgendwie leuchten die Dinger immer dann auf, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann. Mal im Ernst: gelegen kommt sowas ja nie, aber irgendwie verleiht einem das fremde Land, unbefestigte Autobahnen, das Elchzeichen abseits der Strassen, das Gefühl des Alleinseins und der mangelnde ADAC-Auslandsschutbrief ein zunehmend ungutes Gefühl. Aber dazu später mehr. Als das erste Mal seltsame Geräusche aus dem Motorraum traten, war alles noch schnell beseitigt: Radio lauter drehen, an ein überfahrenes Kleintier denken und tun, als sei nichts gewesen, ergo weiterfahren. Mit guter Hoffnung verschwand das Geräusch dann auch wieder und wurde kurz darauf durch das rote Zeichen ?Check Engine? (Motor überprüfen) abgelöst. Manchmal hat man das Gefühl, diese bekloppten Autobauer wollen einen absichtlich verunsichern. Man kann diese Zeichen als Friedensangebot doch auch grün mit einem Smiley darunter gestalten. Aus meiner Sicht wäre das kundenfreundlicher und weniger Panik schürend. Übrigens: Mittlerweile ist auch mein Abschleppservice eingetroffen. Das Fahrzeug ist der Traum einens jeden kleinen Jungen, der schon einmal abgeschleppt werden wollte: Rot-gelb mit einem riesigen Auflieger, alt und laut! Aber langsam in der Geschichte. <br />
Rote Lampe ?Check Engine? ohne Smiley: was nun? Rastplatz anfahren und anhalten. Bedienungsanleitung raus. Lesen:<br />
?Bei andauernder Anzeige kann dies zu einem anhaltenden Schaden der computergesteuerten Abgasreinigen werden und den Benzinverbrauch erhöhen.? Aber wen jucken in Finnland schon Abgas und Treibstoff, wenn hier noch hunderte Lada und Wolga rumfahren? Also Lämpchen ausglühen lassen. Nachdem ich zum japanischen Subarugott gebetet hatte, er möge meine Not erkennen, fuhr ich wohlgemut weiter. Dieser göttliche Ostasiate erhörte mich natürlich nicht. Wie auch, er kann ja sicher kein Englisch geschweige denn Ostdeutsch...<br />
Nach 5 weiteren km leuchtete das Lamperl wieder. Diesmal noch penetranter. Ausserdem stieg die Kühlwassertemperatur rapide schnell in ungekannte Höhen. Anhalten wollte und konnte ich nicht ? auf skandinavischen Taigaautobahnen glatter Selbstmord. Also fuhr ich mit 60 Stundenkilometern dem nächsen Rasthof entgegen. Wie ich dort ankam, wusste ich, ich habe meine Profession verfehlt. Ich kam mit einem weithin sichbaren, dampfenden Motorraum an. Die Leute am Parkplatz standen mit weit offenen Mündern da, ja ich müsste mich täuschen, aber ich glaubte, sie applaudierten mir fast. Da wusste ich, ich hätte Special-Effect-Mann in Hollywood werden sollen. Nebel machen war ja offensichtlich nicht so schwer. Eins war klar, das Kühlmittel kochte. Noch ein war auch klar, ich war in Finnland alleine und ohne Bargeld. Was mir nun noch nicht so ganz klar war: wo genau war ich eigentlich? Auf der 9? Auf der 3? In Helsinki oder Tampere oder irgendwo in den 160km dazwischen? Letzteres stellte sich heraus. Um sozusagen zu mir zu finden brauchte ich etwa eine halbe Stunde. Ich krakelte unleserlich den finnischen Namen des Orts und der Raststätte auf einen Schnipsel und begann zu telefonieren. Ich stellte schnell fest, dass SUBARU EUROPA und die ADAC Auslandshilfe zwar freundliche deutsche Hotlines haben, aber beide nicht zuständig waren. Der Justy hatte seine letzte Inspektion nicht in einem SUBARU-Krankenhaus gemacht und außerdem war er auch nicht auslandskrankenversichert. Na dann ?Gute Nacht? dachte ich nun. Zusätzlich ging das Guthaben meines finnischen Handys zu Ende. Schönen Dank, noch nicht mal mit einem Schlauch und den Abgasen vom Justy konnte ich mich nun umbringen, die computergesteuerte Abgasanlage war ja laut ?CHECK ENGINE? Leuchte kaputtt, schoss mir durch den Kopf. Also verwarf ich den Gedanken schnell wieder und trotzdem war nun guter Rat teuer, genauso wie das Taxi (für mich und mein Autochen) in dem ich grade sitze und schreibe. Es hieß doch immer, in Skandinavien können alle Leute Englisch. Wahrscheinlich gehörte es an diesem Rasthof zu den Einstellungskriterien, dass man zur absoluten Minderheit der Suomi gehört, die nun eben kein Wort Englisch sprechen. Somit wurde nichts daraus, mein Handyguthaben aufzuladen und eine örtliche Servicewerkstatt konnte mir auch keiner nennen. 5Euro sind übrigens nicht viel Geld für Handyanrufe aus dem Ausland. Vergleichbar mit einem Pups in einer Tupperwareschüssel von dem man 2 Wochen leben muss. Der finnische Automobilclub war dann der Meinung, mir helfen zu können. Eine nette Frauenstimme, dem Telefonsex nicht unähnlich, sprach in sehr gebrochenem Englisch auf mich ein. Sie wollte meine Nummer im deutschen Addak wussen. Addak ist übrigens ein wichtiges Wort, was sich jeder Auslandsreisende merken sollte, solange er eine Auslandspolice hat. Die gute Frau meinte nämlich meine Mitgliedsnummer im A-D-A-C. Die wollte sie erfahren. Nachdem ich ihr eindringlich versuchte, zu erklären, ich möchte meine Abschlepprechnung selber bezahlen, weil ich für den Fall nicht versichert sei, ließ sie trotzdem nicht locker. Sie schickte also ein Fax nach Deutschland und rief mich mit der erneut unbefriedigenden Antwort zurück, Addak sagte, ich möge meine Abschlepprechnung selber zahlen. Innerlich bebend dachte ich nur: ?Zum Glück weiss ich nicht, was &lt;<hab>&gt; auf Finnisch heisst.? Trotzdem freundlich bleibend, bat ich die gute Frau nun, mir bitte einen Abschleppanhänger zu besorgen. ?Mit LKW vorne dran.?, fügte ich auf Englisch hinzu und dachte bei mir, man wüsste ja nie. Man muss zugeben, dass die Frau ihr Bestes gab, auch wenn sie ihn ihrer Laufbahn beim finnischen Addak wohl nie einen so schweren Fall hatte, dass sogar jemand abgeschleppt werden wollte. Jedenfalls musste ich auf ihren freundlichen Rückruf warten. In der Zwischenzeit probierte ich 3 kostenlose Klos gleich mehrfach aus und stieß dabei auf eine Putzfrau, die sich immer wieder freute, wenn ich das frisch Geputzt neu bepieselte. Nach endlosen Minuten des Stillen-Örtchen-Tourismus, rief die Hotline wieder an und fragte mich, wo ich denn überhaupt genau sei. Nun konnte mein Zettelchen, den ich vorher bekrixelt hatte auf der Suche nach dem Namen der Raststätte auftrumpfen. Ich gab die Koordinaten zufrieden durch und legte auf. Wenig später wurde ich zurückgerufen und die Dame bat um Entschuldigung. Sie hätte weder auf Autobahn 3 noch 9 meinen Ort finden können. Außerdem hätte sie das gleich gewundert, dass die finnischen Wörter, die ich ihr buchstabiert hatte ?Diese Damentoilette außer Betrieb? bedeuteten. Ich seufzte und gabe das Gespräch an eine finnische Gastromitarbeiterin weiter, die das Problem, während sie sich sichtlich schämte, sogleich löste. Bis zu ihrem nächsten Anruf wäre ich aus Verzweiflung fast soweit gewesen, alle Kaugummi-Automaten am Platz leer zu räumen.<br />
Glücklicherweise kam dann schon das nächste Problem: ?Beschreiben Sie doch mal, was der Fehler ist.? Taktisch gesehen ist es nun unklug, ihr zu sagen, sie könne nicht einmal A-D-A-C buchstabieren und ich soll ihnen nun was von meiner Kühlung erzählen?! Also freundlich und ahnungslos tun. Sie sagte, sie kümmere sich drum. Der nächste Rückruf wartete mit ihren Sorgen über mein Portemonnaie auf. Ein Rückschleppen nach Helsinki für 320Euro, in die nächste Werkstatt, die allerdings bis Ende der nächsten Woche Urlaub hat, eigentlich kein Subaru repariert und 60km weit weg ist von Helsinki für nur weniger als 200Euro. Ich rechnete ihr auf, dass mich ein Zugticket hin und zurück auch rund 150Euro kosten und ich gerne die Differenz zahlen würde, wenn ich dann weiss, wo mein Fahrzeug steht. Wie eine Mama, die nur widerwillig einsieht, dass ihr Kind seinen eigenen Willen hat, besorgte sie mir nun also diese rot-gelbe Abschlepprakete. <br />
Bleibt noch zu erwähnen, dass mich dessen Fahrer grade zurückrief, als ich auf dem Raststättenklo sass. Er sprach glücklicherweise überhaupt kein Englisch, so dass die spannende Rückfahrt sich vom Verständigungsdisaster vom Schweigetrip moserte. Dem Justy schien es hinten auf dem Auflieger zu gefallen. Hoffentlich wird das teure Taxi nicht zur Gewohnheit, dachte ich bei mir. Abgesetzt haben wir den blauen Japaner dann zwischen Zentrum Helsinki und meinem Heim vor dem Hof einer Subaruwerkstatt. Es war niemand da am Sonntag Abend und wie sollte es auch anders sein, das Auto rollte vom LKW und die Kühlmitteltemperatur war vollkommen in Ordnung. Das allerdings zu einem Zeitpunkt, als ich das Geld bereits bezahlt hatte und dem fahrenden Opa schon gewaltig auf die Nerven gefallen war mit meinem Englisch. Er deutete mir dann, ich solle doch den Schlüssel in einen offenen Briefkasten werfen und die würden sich dann morgen schon drum kümmern. Wen er mit ?DIE? meinte, wagte ich mir nicht vorzustellen. Also nahm ich den Schlüssel doch mit und ließ mich mit samt meinen Einkäufen aus Tampere aber ohne Justy vor dem nächsten Bahnhof absetzen. Mein Tamperetrip zieht also folgende Bilanz:  ein Auto in der Werkstatt, mehrere Finnen angepisst wegen meinen mangelnden Sprachkenntnissen, 300Euro auf einem anderen Konto, ein paar Boxershorts und 3 Paar Tamperesocken. Was will man mehr erwarten von eiinem unterhaltsamen Abschluss eines Aufenthalts bei den Lappen?!</hab></div>]]></description>
<pubDate>Wed, 06 Sep 2006 08:24:42 +0200</pubDate>
<dc:creator>rainergras</dc:creator>
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<title>ich gebe dir recht!</title>
<link>http://thatsrainergras.blogg.de/eintrag.php?id=241</link>
<description><![CDATA[<div style="text-align: justify;"><span style="font-weight: bold;">also wirklich:</span> es ist eine richtig feine sache, wenn man beim friseur eine schöne kopfmassage verpasst bekommt! vor allem wenn die gute osmanische finnin genau weiss, wie sie mit ihren fingern umgehen muss..<br />ich gebe dir recht!<br /><br /><br /><span style="font-weight: bold;">nur so nebenbei:</span> eben wurde ich am hellerlichten tag mitten in helsinki zur alkoholkontrolle gebeten. das läuft so: man öffnet dem polizisten das fenster und sagt &quot;guten tag&quot; und in dem kurzen moment hat man auch schon das röhrchen des vordermanns im mund... jo, war aber berechtigt, die kontrolle: 3 fahrzeuge vor mir mussten stehengelassen werden..<br /><br /><span style="font-weight: bold;">nochwas:</span> vor meinem fenster spielen 11jähre in armeesachen und maschinengewehren (täuschend echt) aus plaste paintball im wald. sie haben dabei ein auftreten wie kindersoldaten und lassen sich auch nicht von zivilisten stören. vielleicht sollten die auch mal blasen?!<br /><br style="font-style: italic;" /><span style="font-style: italic;">komisches finnland - aber für mich nicht mehr lange ;)</span><br /><br />
</div> <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Tue, 29 Aug 2006 16:46:08 +0200</pubDate>
<dc:creator>rainergras</dc:creator>
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</item>
<item>
<title>auf ins paradies</title>
<link>http://thatsrainergras.blogg.de/eintrag.php?id=240</link>
<description><![CDATA[<div style="text-align: center;"><img src="http://data.blogg.de/1086648/images/paradies.jpg" /><br />
<br /></div><br />mehr paradiesische werbung auf <a target="_blank" href="http://www.ezprezzo.com/crazypics/great_ads.html">ezprezzo.com</a> <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Mon, 28 Aug 2006 10:56:49 +0200</pubDate>
<dc:creator>rainergras</dc:creator>
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<title>kompressor rennen</title>
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<description><![CDATA[<div style="text-align: justify;">stadtautobahn helsinki (kehä 1). der SLK kompressor ist der meinung, sich mit mir ein rennen liefern zu müssen. das einzige, was der justy und seine karre gemeinsam haben, ist allerdings die hässliche farbe..<br /><br />nunja, junge, ansonsten hast du locker <span style="font-weight: bold;">150PS mehr unter der haube</span> - aber um sich mit mir anlegen zu wollen, brauchstu schon mehr.<br /><br />also rennen fahren und was macht der kerl? traut sich bei 130 nicht mehr schneller. was ein chicken... war doch nur auf 70 beschränkt. ok, also hier ist das kräftemessen ins wasser gefallen - aber warte bürschchen - bei der nächsten ampel häng ich dich ab!<br /><br />gesagt getan. <span style="font-weight: bold;">ich hab ihn an der ampel stehen lassen!</span><br /><br />war ja auch rot. <br /><br />
</div> <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Sun, 27 Aug 2006 12:55:53 +0200</pubDate>
<dc:creator>rainergras</dc:creator>
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<title>tipps zur italienischen methode</title>
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<description><![CDATA[<div style="text-align: justify;">als 'italienische methode' wird in dem buch <span style="font-style: italic;">&quot;die perfekte liebhaberin&quot; von lou paget </span>das überziehen des kondoms mit dem mund bezeichnet. dazu ein schöner textauszug:<br /><br />&quot;Geheimtipp aus Lous Archiv<br /><br />Wie Sie ein Latexkondom für die italienische Methode benutzen, sollten Sie keine Marken wählen, die mit einem Spermizid beschichtet sind. Es schmeckt scheußlich und verursacht ein vorübergehendes Taubheitsgefühl im Mund.&quot;<br /><br />*lach* ich weiss ;)<br /><br />
</div> <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Sat, 26 Aug 2006 19:24:51 +0200</pubDate>
<dc:creator>rainergras</dc:creator>
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<title>wahnsinn!</title>
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<description><![CDATA[<div style="text-align: justify;"><span style="font-weight: bold;">2mal wahnsinn am heutigen tag in bilder gefasst: </span>(beides schafft mich, das bunte bald wieder, das schwarz-weisse die letzten 4 monate - aber das ist auch geschafft!)<br /><br /><br /></div><br /><br /><br />
<img src="http://data.blogg.de/1086648/images/artisticfeeva.jpg" /><br /><br /><img src="http://data.blogg.de/1086648/images/HUT_arbeit.jpg" /><br /><br />endgeil!<br /> <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Thu, 24 Aug 2006 19:25:39 +0200</pubDate>
<dc:creator>rainergras</dc:creator>
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